MARKT Trittau vom 10.08.2013

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10. August 2013

Hilfe für Vier Hufe & Co

Rubrik: Aktuelles

MARKT

Trittau. (fpo) „Man kann in die Tiere nichts hinein prügeln, aber man kann manches aus ihnen heraus streicheln.“ lautet ein Zitat von Astrid Lindgren. Für Nicol Hufnagel ist es immer wieder unfassbar, wie viel Leid wehrlosen Tieren zugefügt werden kann. Die engagierte Trittauerin hat sich ganz dem Tierschutz verschrieben und gründete im Sommer 2011 den Verein „Vier Hufe & Co e.V.“, der mittlerweile 80 Mitglieder zählt.

Das engagierte Team des Vereins Vier Hufe & Co bot während des Sommerfestes auf dem Hof der glücklichen Pferde gespendete Reitsportartikel auf einem kleinen Flohmarkt zum Verkauf an.  Foto: F.Pöhlsen,Auf Nicol Hufnagels Hof der glücklichen Pferde erholen sich die Tiere von ihrem Leid.  Foto: F.Pöhlsen

Bisher konnte bereits vielen Tieren geholfen werden. „Nicht selten sind es alte Tiere, die wir retten“, erzählt Nicol Hufnagel. „Über 25 Jahre hat Herr Hummel in einem Reitschulbetrieb seinen Dienst geleistet, dann war er zu alt für die Arbeit. In letzter Minute haben wir ihn vom Schlachttransport freigekauft.“ Das Pferd wurde aufgepäppelt und verbringt nun sein Gnadenbrot auf dem Hof in Trittauerfeld. Das kostet nicht nur Zeit sondern auch Geld. Der Verein ist auf Spenden angewiesen, denn Tierarztrechnungen kosten. „Im Moment sind etwa 6.000 Euro offen, die bezahlt werden müssen“, sagt Nicol Hufnagel und freut sich über jede Spende. Am vergangenen Sonnabend fand ein Hoffest statt, auf dem Spenden gesammelt wurden. Es gab ein großes Kuchenbuffet und gespendete Reitartikel wurden einem kleinen Flohmarkt verkauft. Etwa 250 Gäste und Besucher schauten vorbei Nicol Hufnagel informierte die Interessierten über den Hof und die aktuellen Projekte. Dabei wurde sie wurde von Christiane Krieg unterstützt, die für die Dokumentation eine Fotowand mit beeindruckenden Bildern und Berichten von Rettungsaktionen zusammen gestellt hatte. Auf dem Hof sind viele freiwillige Helfer, die sich für den Tierschutz engagieren und Nicol Hufnagel bei der täglichen Arbeit unterstützen. Ausmisten, füttern und tränken gehören ebenso dazu, wie den Tieren Streicheleinheiten geben. Eine von Ihnen ist Mariella Regorz (17), die auf dem Hof hilft und sich für das Sommerfest eingesetzt hat. Die Jugendliche bemalte kleine Plastikpferde und verkaufte sie zugunsten „Vier Hufe & Co e.V.“ auf Ebay und auf dem Sommerfest. Die kreative Idee kommt gut hat und brachte bisher über 200 Euro. „Tiere können sich nicht wehren“, erzählt die Siebzehnjährige. „Meine Familie setzt sich sehr für den Tierschutz ein. Wir haben häufig Hunde in Pflege, bis sie vermittelt werden.“ Die Künstlerin Gesa Tams-Koll (www.bildschönes.de) aus Grabau malte für den Verein Vier Hufe & Co. und spendete das Bild mit Pony „Rosa“, um die Arbeit des Vereins für die Pferde in Not zu unterstützen. Die Versteigerung brachte 350 Euro und das Bild „Rosa“ wird dem neuen Besitzer Peter Kühnl-Münzer sicher viele Freude bereiten. „Im Moment benötigen wir jede Spende“, sagt Nicol Hufnagel. „Denn es ist noch die sehr hohe Tierarztrechnung zu stemmen.“ Für Futterspenden hat der Verein auf seiner Internetseite einen Link eingerichtet. Wer lieber eine Sachspende an „Vier Hufe & Co. „schicken möchte, kann dort den gewünschten Artikel anklicken und kaufen. Die Sachspende geht dann direkt an den Hof und wird dort für die Pferde dringend benötigt. Die Pferderetterin wird immer häufiger um Hilfe gebeten. „Mittlerweile erreichen mich Hilferufe aus ganz Deutschland“, sagt Nicol Hufnagel und erzählt von der Aufdeckung einer grausamen Tierhaltung auf einem Pony- und Pferdehof im Westerwald. Die Trittauerin war mit einem Team von Spiegel TV vor Ort in Oberähren. „Uns bot sich ein Bild des Grauens. Wir sahen bis auf die Knochen abgemagerte Tiere, teils mit Verletzungen. Die Ponys waren völlig verwahrlost. Obwohl sich Anwohner immer wieder beschwerten, war von den Ämtern nicht unternommen worden, bis wir erschienen.“ Nicol Hufnagel hofft, dass die Reportage dem Handeln der Hofbetreiber ein Ende setzt und ihnen ein Tierhalteverbot auferlegt wird. Der Film wurde am 27. Juli ausgestrahlt und schlug hohe Wellen. Interessierte können ihn jederzeit auf der Internetseite des Vereins (www.vier-hufe.org) anschauen. „Tieren in Not muss einfach geholfen werden“, sagt Nicol Hufnagel und fügt hinzu. „Wir befreien sie aus oft unfassbar schrecklichen Zuständen. Ob Mitarbeit, Futter- oder Geldspende, wir freuen uns über jede Unterstützung.“


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